Vermischtes

Studie: Drei von vier Deutschen blicken optimistisch ins neue Jahr

GDN - Die Deutschen sind optimistisch für das neue Jahr: Drei von vier Bundesbürgern sehen positiv in die Zukunft, heißt es in einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Ernst&Young, die der "Welt" exklusiv vorliegt. "Die europäische Schuldenkrise mit ihren Unsicherheiten ist in der Wahrnehmung der Verbraucher fast schon Normalität", begründete Studienautor Thomas Harms die gute Stimmung.
Und solange sie wie jetzt keine negativen persönlichen Konsequenzen spüren, bleibe die Krise relativ abstrakt und weit weg. Tatsächlich zeigt sich ein Großteil der Deutschen mit der eigenen finanziellen und wirtschaftlichen Lage zufrieden. 41 Prozent bewerten sie als gut. Zu Beginn des vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei 37 Prozent, Anfang 2008 sogar nur bei 24 Prozent. Gleichzeitig hat sich in diesen fünf Jahren die Zahl der Unzufriedenen auf zehn Prozent halbiert. Und die Zahl der Optimisten könnte im Jahresverlauf noch weiter steigen. Denn schon gut jeder fünfte Bundesbürger geht von einer Verbesserung seiner persönlichen Finanzlage aus. Bei den jungen Verbrauchern unter 35 Jahren ist es sogar fast jeder zweite. Hauptgrund für die allgemein große Zuversicht ist der Umfrage zufolge der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland. Immerhin 88 Prozent der 2.000 befragten Konsumenten glauben, dass der eigene Arbeitsplatz sicher ist. 57 Prozent halten ihn sogar für sehr sicher - mehr als je zuvor seit Beginn der Stimmungsabfrage im Jahr 2008. "Verbraucherzufriedenheit und Konsumbereitschaft fußen zu einem hohen Anteil auf Arbeitsplatzsicherheit", erklärt Experte Harms. Diese Zufriedenheit erweise sich daher als stabilisierender Faktor in der aktuellen Schwächephase der Konjunktur. Einen Konsumverzicht wird es daher nicht geben, prognostiziert Ernst&Young-Partner Harms. "Im Gegenteil: Die Menschen wollen sich durchaus etwas gönnen." Das allerdings gelte eher für die kleinen Dinge wie Kleidung oder Lebensmittel. Bei größeren Einzelanschaffungen wollen die Deutschen hingegen vorerst zurückhaltend bleiben: Jeder zweite will auf größere Investitionen wie den Kauf eines Autos verzichten und auch Renovierungen müssen warten.
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